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Vielfalt bereichert send article to a friend print article
Mit diesem Text hat Rückenwind zur ersten Tagung eingeladen:

Wir alle wünschen uns, dass jedes unserer ganz verschiedenen Kinder sich optimal entwickeln kann. Kinder werden nicht durch Ein- oder Aussortieren zu optimalen Leistungen geführt. Sie behindern sich nicht gegenseitig in ihrer Unterschiedlichkeit, sondern profitieren voneinander – dieses ist spätestens seit PISA und IGLU bekannt.  

Schüler einer Integrationsklasse der IGS GöttingenDennoch wird Kindern mit Lernbeeinträchtigungen mehrheitlich der Zugang zur allgemeinen Schule verwehrt. Dabei profitieren alle davon, wenn diese Kinder in die Gemeinschaft mit einbezogen werden – Kinder mit Behinderung und auch „normale“ Kinder. Was ist denn schon normal? Es ist normal, verschieden zu sein!  

Wie kann Mitgefühl und soziales Interesse für andere Kinder gesteigert werden? Wie können wir Menschen helfen, Berührungsängste zu überwinden und beidseitig bereichernde Beziehungen aufzubauen? Wie können Diskriminierungen vermieden und Chancengleichheit erhöht werden? Fragen, auf die unsere Referenten Antwort geben werden.  

Eltern von Kindern mit und ohne Handicap haben sich in der Interessengemeinschaft Rückenwind zusammengeschlossen, um mit gebündelten Kräften ihren Kindern Wege zu öffnen, die für alle ein Gewinn sind. So soll diese Veranstaltung dazu beitragen, integrative Formen des Lebens und Lernens weiter voranzubringen. Sie soll positiven Entwicklungsbedingungen unserer Kinder Rückenwind geben – zum Vorteil für alle!

Den Flyer als PDF herunterladen (600K)
Ein guter Tag für die Integration send article to a friend print article
Ca. 500 interessierte Teilnehmer erlebten am 28. Februar 2004 in der Göttinger Integrierten Gesamtschule einen unterhaltsamen und spannenden Tag gemeinsam mit ihren Kindern. Unterhaltsam, weil er ein vielfältiges Programm für Kinder und eines für die Erwachsenen bot. Spannend, weil es Neues zu hören gab und sich Strategien für die Zukunft abzeichneten.

Blick in den Zuschauerraum (Ausschnitt)
Gespannt verfolgen die Teilnehmer die Referate

Das Wichtigste in Kurzform:
  • Schüler lernen in integrativen Lerngruppen mit sehr unterschiedlichen Schülern nachweislich besser. Homogene Klassen mit möglichst gleich leistungsfähigen Schülern haben deutlich geringeren Erfolg. Wer’s nicht glaubt lese die PISA-Studie.
  • Politik im Allgemeinen verfolgt wider besseres Wissen nicht den nachweislich besseren Weg der Integration, sondern den, der mehr Wählerstimmen und weniger Ärger verspricht (Das Prinzip kennen wir bereits aus der Renten-, Familien- und Gesundheitspolitik).
  • Das Wissen um die Vorteile der Integration ist unter den Menschen viel zu wenig bekannt. Rückenwind verfolgt die richtige Strategie, um dies zu ändern.
  • Der Tag wurde zu einer wichtigen Kontaktbörse über die Stadtgrenzen hinaus. Damit stärkt und knüpft Rückenwind ein leistungsfähiges Netzwerk in ganz Niedersachsen mit zahlreichen befreundeten Gruppierungen.
  • Der Kampf für die Integration erfordert einen sehr langen Atem – und er kann jede Menge Spaß machen.
Da Gerald Hüther aus familiären Gründen sein Referat überraschend absagen musste sprang Menno Baumann aus Hannover sehr kurzfristig ein und beeindruckte mit einem fundierten Beitrag. Unser menschliches Gehirn ist sehr wohl in der Lage Integration zu leisten. Es profitiert möglicherweise geradezu davon, mit sehr unterschiedlichen Menschen in Beziehung zu treten. Denn jeder Mensch wächst an seinem Gegenüber. Und das umso mehr, je mehr die Begegnung herausfordert. Das vollständige Referat ist nachzulesen unter www.neuro-paedagogik.de, „Die Wahrheit der Begegnung“.

Prof. Werning beantwortet Fragen
Prof. Werning beantwortet die Fragen der Teilnehmer

Prof. Werning ist seit vielen Jahren ein Routinier im Bereich Integration. Die Erkenntnisse aus seiner Forschungsarbeit sprechen in geradezu erdrückender Weise für die Integration. Dennoch findet er bei den Schulpolitikern kein Gehör. Obwohl wir gerade heute in beschämender Weise sehen, wohin eine Politik führt die die Tatsachen verleugnet, verhallen die Rufe noch immer ungehört.

Im Gespräch mit dem Publikum wurde klar, dass engagierte Bürger sich längst auf einen langen Marsch eingestellt haben und Verbesserungen erreichen wollen, in deren Genuss ihre eigenen Kinder vielleicht gar nicht mehr kommen werden.

Eine erste Maßnahme, der noch viele weitere folgen werden, ist eine Petition an den Niedersächsischen Landtag. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
Der Rückenwind für unsere Kinder wird weiter kräftig wehen, auch wenn er einigen hart ins Gesicht bläst.


Zugang zum Markt der Möglichkeiten
Angeregte Gespräche auf dem Markt der Möglichkeiten




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