Ca. 500 interessierte Teilnehmer erlebten am 28. Februar 2004 in der Göttinger Integrierten Gesamtschule einen unterhaltsamen und spannenden Tag gemeinsam mit ihren Kindern. Unterhaltsam, weil er ein vielfältiges Programm für Kinder und eines für die Erwachsenen bot. Spannend, weil es Neues zu hören gab und sich Strategien für die Zukunft abzeichneten.
 Gespannt verfolgen die Teilnehmer die Referate
Das Wichtigste in Kurzform:
- Schüler lernen in integrativen Lerngruppen mit sehr unterschiedlichen Schülern nachweislich besser. Homogene Klassen mit möglichst gleich leistungsfähigen Schülern haben deutlich geringeren Erfolg. Wer’s nicht glaubt lese die PISA-Studie.
- Politik im Allgemeinen verfolgt wider besseres Wissen nicht den nachweislich besseren Weg der Integration, sondern den, der mehr Wählerstimmen und weniger Ärger verspricht (Das Prinzip kennen wir bereits aus der Renten-, Familien- und Gesundheitspolitik).
- Das Wissen um die Vorteile der Integration ist unter den Menschen viel zu wenig bekannt. Rückenwind verfolgt die richtige Strategie, um dies zu ändern.
- Der Tag wurde zu einer wichtigen Kontaktbörse über die Stadtgrenzen hinaus. Damit stärkt und knüpft Rückenwind ein leistungsfähiges Netzwerk in ganz Niedersachsen mit zahlreichen befreundeten Gruppierungen.
- Der Kampf für die Integration erfordert einen sehr langen Atem – und er kann jede Menge Spaß machen.
Da Gerald Hüther aus familiären Gründen sein Referat überraschend absagen musste sprang Menno Baumann aus Hannover sehr kurzfristig ein und beeindruckte mit einem fundierten Beitrag. Unser menschliches Gehirn ist sehr wohl in der Lage Integration zu leisten. Es profitiert möglicherweise geradezu davon, mit sehr unterschiedlichen Menschen in Beziehung zu treten. Denn jeder Mensch wächst an seinem Gegenüber. Und das umso mehr, je mehr die Begegnung herausfordert. Das vollständige Referat ist nachzulesen unter www.neuro-paedagogik.de, „Die Wahrheit der Begegnung“.
 Prof. Werning beantwortet die Fragen der Teilnehmer
Prof. Werning ist seit vielen Jahren ein Routinier im Bereich Integration. Die Erkenntnisse aus seiner Forschungsarbeit sprechen in geradezu erdrückender Weise für die Integration. Dennoch findet er bei den Schulpolitikern kein Gehör. Obwohl wir gerade heute in beschämender Weise sehen, wohin eine Politik führt die die Tatsachen verleugnet, verhallen die Rufe noch immer ungehört.
Im Gespräch mit dem Publikum wurde klar, dass engagierte Bürger sich längst auf einen langen Marsch eingestellt haben und Verbesserungen erreichen wollen, in deren Genuss ihre eigenen Kinder vielleicht gar nicht mehr kommen werden.
Eine erste Maßnahme, der noch viele weitere folgen werden, ist eine Petition an den Niedersächsischen Landtag. Weitere Informationen dazu finden Sie hier. Der Rückenwind für unsere Kinder wird weiter kräftig wehen, auch wenn er einigen hart ins Gesicht bläst.
 Angeregte Gespräche auf dem Markt der Möglichkeiten
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