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Rückenwindtag - Erlebnistag send article to a friend print article

Kinder, Kinder! Nachdem nun schon einiges zu den inhaltlichen Schwerpunkten des Integrationstreffens in Göttingen zu lesen war, möchte ich hier nun kurz meine persönlichen Eindrücke vom Rahmenprogramm wiedergeben, denn meiner Meinung nach hat dieses wesentlich zur guten Atmosphäre an diesem Tag beigetragen.

Vor dem offiziellen Beginn der Tagung fing es schon an. Da bildete sich im Schulfoyer plötzlich eine kleine Menschenmenge, die in kurzer Zeit immer größer wurde und aus der fröhliche Lacher und begeisterter Beifall zu vernehmen waren. Den Mittelpunkt bildete ein Künstler, der mit seiner Jonglage große und kleine Menschen in seinen Bann zog. Eine schöne Aktion als Start in den Tag. Eine Aktion, die ganz unterschiedliche Menschen mit ganz verschiedenen Begabungen zu faszinieren vermochte, eine erste Begegnung mit der Vielfalt der Menschen, die zu diesem Treffen gekommen waren. Dieser Jongleur gehörte eigentlich und offiziell zum Kinderprogramm, für die Erwachsenen war vorgesehen, in den Pausen zwischen den Beiträgen über den Markt der Möglichkeiten zu gehen und sich dort über eine große Bandbreite von unterschiedlichsten Vereinen und Zusammenschlüssen zu informieren, die sich in irgendeiner Form mit dem Thema Integration beschäftigen. Viele Göttinger und überregionale Gruppen waren mit kleinen Ständen vertreten und zeigten die Schwerpunkte ihrer Arbeit.

Der Büchertisch der Buchhandlung Calvör brachte noch eine andere Facette in den Markt mit ein. Viel Literatur, die sich mit dem Thema Integration in unterschiedlichster Weise beschäftigt, von wissenschaftlichen Forschungsarbeiten bis zu Kinderbüchern, wurde gezeigt. Nach der Mittagspause wartete noch eine weitere Kultureinlage auf die Besucher. Es wurde Theater gespielt. Die Schauspieler waren Kinder aus zwei vierten Klassen der Göttingen Schulen Hainbundschule und Schule am Tannenberg. Zu Schumanns „Kinderszenen“, der Arie aus der Oper „Carmen“ und schließlich zu „Manna, Manna“ wurden Pantomime und Handpuppenspiel vorgeführt. Beeindruckend war, wie mit scheinbar recht einfachen Mitteln eine große Wirkung erzielt wurde. Musik und Theater wurden zum Begegnungspunkt von Kindern mit und ohne Behinderungen. Die Kinder und ihre Lehrerinnen waren mit großem Engagement und scheinbar auch mit einer großen Freude bei ihrer Sache und dieser Funke sprang  zum Publikum über. Die Integrative Gesamtschule, die Gastgeberin des Integrationstreffens, nutzte die Gelegenheit des Tages, sich zu präsentieren. Der Schulleiter zeigte durch seine Wortbeiträge, dass er für das Integrationstreffen nicht nur zufällig seine Räume zu Verfügung gestellt hatte, sondern auch in seiner alltäglichen Arbeit Wege für die Integration und die Förderung von Menschen mit ganz unterschiedlichen Begabungen zu finden versucht. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte sich die Schule schon mit dem Thema des Tages auseinandergesetzt, indem Schüler/innen große Plakate zum Thema „Vielfalt bereichert“ gestaltet hatten. Sie hingen  überall in der Schule und unterstrichen all das Theoretische dieser Veranstaltung in sehr bunter und ansprechender Weise. Zum Engagement der Schule an diesem Tag sei noch angemerkt, dass die Mitarbeiter der Kantine ganz freiwillig und aus reiner Freude, wie sie selbst sagten, für die Versorgung der Hungrigen in die Schule gekommen waren.
Frauke Schmidt, Goslar


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